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... heißt die aktuelle Ausstellung im Gasometer in Oberhausen.
Ein Besuch im Ruhrgebiet - das liegt in der Natur des Potts - ist immer mit der Bergbau- und Industrievergangenheit der Region verknüpft. Es gibt vieles am Wegesrand, relativ weit oben und mitten im Wasser zu entdecken. Es gibt ungewöhnliche Orte so sehen, die das Übliche zu etwas Besonderem machen.
Wir hatten uns schon zu Jahresbeginn vorgenommen, das Ruhrgebiet zu erkunden. Vom Niederrhein ist es nicht so weit und so sollte es den einen oder anderen Tagesausflug geben. Aber wie das Leben manchmal so spielt, es musste Oktober werden, bis wir unseren ersten Ausflug machen konnten. Und der führte uns nach Oberhausen. Wie eine große Dose steht der Gasometer am Rand des Rhein-Herne-Kanals. Europas größter Scheibengasbehälter erinnert eindrucksvoll an die Schwerindustrie, die mehr als hundert Jahre lang das Ruhrgebiet geprägt hat.
Wenn man den Gasometer betritt, findet man sich in der höchsten Ausstellungshalle Europas wieder. Dunkel ist es. Ein spektakulärer Rahmen für Ausstellungen. Nur die übergroßen Fotografien sind ins rechte Licht gerückt. Die aktuelle Ausstellung zeigt interessant, lehrreich und vor allem unterhaltsam aufbereitet, die bewegte Klimageschichte unseres Planten.
Mit den Bildern reist man durch Eis- und Wüstenwelten, hinauf auf Berge und hinab in den Regenwald. Durch das Paradies Erde.
Die preisgekrönten Fotografien zeigten uns die Schönheit unseres Planeten.
Die Ausstellung zeigte uns aber auch die Konsequenzen unseres Handelns. Die Folgen des Klimawandels. Wie die Eisbär-Familie, die hilflos auf einer kleinen Eisscholle sitzt und nicht weiß wohin, weil das Eis in der Arktis immer weiter abschmilzt.
Oder die Tiere in Australien, die durch die vielen Waldbrände in Gefahr geraten.
Der Höhepunkt der Ausstellung ist allerdings die, im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers, monumentale Erdkugel. Auf ihr werden hochaufgelöste Satellitenbilder projiziert. Man kann sich bequem auf Sitzsäcken fallen lassen und die Erde anschauen, wie sie sonst nur die Astronauten sehen können.
Wenn man die Ausstellung verlässt, ist einem wieder einmal mehr bewusst, wie wir Menschen die Erde verändert haben. Wir arbeiten zwar schon an Ideen und Lösungen, unseren Planeten zu retten. Aber ist es ausreichend und geht es schnell genug? Die Ausstellung wirkt lange nach...
Wieder im Sonnenschein eines kühlen Herbsttages haben wir noch einen Spaziergang zur Promenade am CentrO Oberhausen gemacht. Die Wasserlandschaft dort fühlt sich wie ein Besuch in einer Hafenstadt an. Die Neue Mitte in Oberhausen lädt zum Schlendern ein, denn viele Holzbrücken und Stege verbinden die beiden Ufer eines 400 Meter langen Sees. Und man kann eine kulinarische Weltreise unternehmen, denn rund 20 Restaurants bieten Tür an Tür internationale und heimische Gerichte an.
Die Neue Mitte wurde 1996 auf dem ehemaligen Gelände der Gute-Hoffnungs-Hütte eröffnet. Wo früher alte braune Kühltürme standen, an denen das dampfende Wasser herablief, ist ein Ausflugsziel im Ruhrgebiet entstanden.
Nach einem leckeren Essen ging es für uns wieder an den Niederrhein. Aber wir werden wiederkommen. Das Ruhrgebiet hat so viel zu bieten.
Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.