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Vor einiger Zeit habe ich einen Krankenbesuch in Kempen gemacht. Und da nach dem Besuch im Krankenhaus mein Parkticket noch nicht abgelaufen war, bin ich noch ein wenig durch die historische Altstadt von Kempen flaniert. Der Altstadtkern ist nur ein paar Schritte vom Krankenhaus entfernt.
Schon nach einer kurzen Wegstrecke hatte ich die alte Stadtmauer mit ihren Türmen und der Turmmühle erreicht. Die Mühle sollte im Falle einer Belagerung die Stadt mit Mehl versorgen.
Weiter ging mein Weg an der Stadtmauer entlang bis zur Kurkölnischen Landesburg.
Im Gegensatz zu den meisten anderen niederrheinischen Städten befand sich Kempen über viele Jahrhunderte hinweg fest in der Hand der Kurkölnischen Erzbischöfe.
Wenn die Landesburg sprechen könnte, hätte sie eine Menge zu berichten. Sie war hart umkämpft, beherbergte einst das "Thomaeum", ein Gymnasium, das nach dem Sohn der Stadt, Thomas von Kempen, benannt ist. Und bis zum Umzug in die neuen Räumlichkeiten in die Kreisstadt Viersen war in den Gebäuden das Kreisarchiv untergebracht.
Für mich ging es dann weiter auf eine Zeitreise durch die vielen kleinen Gassen der Altstadt. Die alten Häuser erinnern an längst vergangene Tage.
Ich habe mich einfach treiben lassen... von Gasse zu Gasse. Überall gab es etwas zu entdecken.
Historische Häuserzeilen und Außengastronomie laden ein, noch einmal die Altstadt zu besuchen.
Nach meinem kleinen Rundgang durch die Altstadt kam ich noch rechtzeitig wieder an meinem Auto an, bevor der Himmel seine Schleusen öffnete und ein kräftiger Regenschauer niederging.
Das war mein kleiner ungeplanter Ausflug in die historische Thomasstadt. Ich werde wiederkommen!
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