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Während unserer Reise an die Ostsee haben wir die alte Hansestadt Wismar besucht und uns dort auf Spurensuche begeben.
1632 wurde die Stadt von schwedischen Truppen eingenommen und so haben die Schweden ihre Spuren in der Stadt hinterlassen. Und diese Spuren haben wir uns angesehen.
Eines der ältesten Bürgerhäuser in Wismar steht am Marktplatz. Das Backsteingebäude wurde um 1380 erbaut. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde eine Gaststätte dort eingerichtet, die den Namen "Alter Schwede" trägt und an die Zugehörigkeit Wismars zu Schweden von 1648 bis 1903 erinnern soll.
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt sind die Schwedenköpfe vor dem Baumhaus im Alten Hafen.
Was sind Schwedenköpfe? Das habe ich mich natürlich gefragt und ein wenig recherchiert. Es heißt, das die Pfähle, die die äußerste Hafenbegrenzung gekennzeichnet haben, "Schwede" genannt wurden. Und dass Anfang des 19. Jahrhunderts zur Erinnerung an die Schwedenzeit die beiden Köpfe aufgesetzt worden waren. Mit größter Wahrscheinlichkeit waren die beiden Originale Ruderköpfe und gehörten einst zum plastischen Heckschmuck einer Schiffes.
Wo früher Kriegsgerät lagerte, lagern heute Bücher. Eine kluge Entscheidung wie ich finde. Die Wismarer Bibliothek befindet sich nämlich im Zeughaus. Eines der bedeutendsten barocken Zeugnisse schwedischer Militärarchitektur. Nach den nordischen Kriegen 1716 wurden Wismars militärische Anlagen gesprengt. Dem Zeughaus blieb dies erspart, da einige Wismarer es kauften.
1993 begann die Sanierung des Gebäudes. Für die originalgetreue Wiederherstellung des schwedischen Königswappen auf dem Hauptportal ließ König Carl XVI. Gustav 80.000 Kronen bereitstellen.
Ein weiteres Überbleibsel aus schwedischen Zeiten ist die Wrangel-Uhr am Kirchturm von St. Marien.
Das Zeigerwerk der Turmuhr wurde 1647 von dem schwedischen Generalmajor Wrangel gestiftet. Das Zifferblatt befindet sich in 75 m Höhe und hat ein Ausmaß von 5 x 5 m. Der Minutenzeiger ist 3,30 m und der Stundenzeiger 2,40 m lang.
Jedes Jahr im August erinnert die Hansestadt Wismar an ihre 155-jährige Zugehörigkeit zu Schweden. Aber für uns ging die Zeitreise durch die Geschichte der Hansestadt zu Ende.
Wir sind wieder in die Gegenwart gereist und haben ein paar der hübschen kleinen Geschäfte besucht, die es in der Altstadt gibt.
Ich liebe diese kleinen Läden mit schöner Deko-Ware oder die feinen Manufakturen, die köstliche Schokolade und Tee anbieten. Dort findet sich immer ein Mitbringsel oder ein Geburtstagsgeschenk für liebe Menschen.
Und für das eigene leibliche Wohl findet sich auch immer etwas Feines.
Ich hoffe, der kleine und historische Stadtrundgang durch Wismar hat Euch gefallen. Mal schauen, ob ich Euch noch mehr von Wismar zeige. Zu entdecken gab es viel.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche.











