* dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennung, Ortsnennung oder Verlinkung) und er enthält Buch-Werbung / meine persönliche Lese-Empfehlung
... meiner Kindheit.
Meine Mutter ist noch nicht wieder zu Hause und so reise ich mehrmals in der Woche in meine Heimat, um meine Mutter im Krankenhaus zu besuchen und mich um Haus und Garten zu kümmern. Immer wenn ich zu meinem Elternhaus reise, ist es eine kleine Reise in die Vergangenheit. Denn in dem Haus, in dem meine Mutter heute noch lebt, bin ich aufgewachsen. Einiges hat sich im Laufe der Jahre im Haus verändert, aber vieles ist auch geblieben. Im Garten blüht und grünt es überall und einige Sträucher und Bäume stehen schon seit meiner Kindheit in diesem Garten.
Oft bekomme ich auch Blumen aus dem Garten mit. Die eine oder andere Staude, die in meinem Garten blüht, stammt ursprünglich aus dem Garten meiner Mutter. Sie hat einfach einen grünen Daumen.
Viele schöne Sommertage habe ich mit meinen Geschwistern in diesem Garten verbracht. Es wurde Federball gespielt, meist stand ein kleiner aufblasbarer Minipool auf der Wiese. Und in den Sommerferien haben wir oft ein Zelt aufgebaut und die Nächte dort verbracht. Viel geschlafen wurde dann zwar nicht, dafür waren die Nächte viel zu aufregend.
Oh, ich liebe diese Stunden im Garten meiner Mutter und denke dann an die vergangenen Sommer. Und so mache ich bei den Gedanken an den Sommer ein Kreuzchen beim Jahresbingo.
Und um das Verhältnis einer Tochter und ihrer Mutter geht es auch in dem Roman Ein anderes Leben von Caroline Peters. Die aus der Krimiserie "Mord mit Aussicht" bekannte Schauspielerin erzählt in ihrem ersten Roman mit großer Einfühlsamkeit und Leichtigkeit von den Fragen einer Tochter an die verstorbene Mutter und an sich selbst - und davon, was es heißt, eigene Wege zu gehen. Ein sehr persönliches Buch, berührend und von hinreißendem Humor.

Wer war Hanna? Diese Frau, die so oft aus der Rolle fiel, die nacheinander ihre drei Studienfreunde heiratete und drei Töchter bekam, immer mit Gedichten im Kopf, über die sie den Alltag vergaß, die ihren Platz suchte zwischen den Erwartungen der Familie an sie und den eigenen Ansprüchen - und nur selten für sich sein konnte. Viele Jahre nach Hannas Tod blickt die jüngste Tochter zurück auf das Leben ihrer Mutter, auf die eigene Kindheit im Rheinland der Siebziger und Achtziger, in der Hanna dafür sorgt, dass die Tage immer etwas anders sind als üblich. Ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Boheme: mit Champagner und Puschkin am Sonntagmorgen im Bett, Besuche nach der Schule in der Institutsbibliothek, wo die Mutter arbeitet und mit verschüchterten Studenten flirtet, Pokern unterm Weihnachtsbaum, abenteuerlichen Fahrten in der Ente - bis sich Hanna entscheidet, die Familie zu verlassen und ihr Leben allein von vorn zu beginnen.
Ein perfektes Buch, auch wenn man nicht immer die Zeit findet, zu lesen. Es lässt sich auch gut lesen, wenn die Lesepausen einmal länger sind. Auch wenn das Buch an manchen Stellen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, macht es auch nachdenklich. Es zeigt, dass man immer mit einander reden sollte, viel zu schnell kann es zu spät für klärende Gespräche sein. Ein gelungener erster Roman von Caroline Peters. Gerne mehr davon.
Nun wünsche ich Euch eine gute Zeit mit vielen schönen Stunden im Garten oder wo auch immer Ihr gerne Zeit verbringt.
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