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Wenn es das Wetter zulässt, dann werden im Hause vom Dorf die Wanderschuhe geschnürt und es geht hinaus in die Natur. Bevor wir loslaufen, möchte ich aus einem Wanderführer zitieren, weil mir die Beschreibung des Niederrheins so gut gefiel:
Wenn Sie einen Niederrheiner fragen, was der Niederrhein genau ist, wird er wahrscheinlich sagen: " Wir gehören nicht zum Ruhrgebiet, nicht zum Bergischen Land, nicht zu Westfalen, nicht zur Eifel und schon gar nicht zu den Niederlanden. Aber der ganze Rest - das ist der Niederrhein!"
Um das Ganze etwas einzugrenzen, waren wir an den Krickenbecker Seen unterwegs. Einmal fast um die Seen herum.
Die Seen sind durch den Torfabbau im Mittelalter entstanden. Und immer dann, wenn wir ein paar Stunden in der herrlichen Natur verbringen möchten, dann gehen wir den Rundweg um die Seen, denn der Parkplatz am Poelvensee ist für uns in 30 Minuten mit dem Auto zu erreichen.
Bei wunderschönem Wetter ging es vom Wanderparkplatz aus los. Der Rundweg ist gut ausgeschildert und empfing uns mit buntem Herbstleuchten.
Nach einer kurzen Wegstrecke waren wir auf der Trasse des Nordkanals. Heute eine schöne Radroute. Der Nordkanal war ein Bauprojekt aus napoleonischer Zeit. Der geplante Kanal sollte den Rhein mit der Maas verbinden und so sollte eine Wasserstraße bis nach Antwerpen entstehen. Er wurde nie fertiggestellt.
Eine Zeit lang wandert man immer parallel zum "Nordkanal". Zwischendurch kommt man an schönen "Wasserblicken" vorbei. Diese Wasserblicke sind schöne Blicke auf Artenschutzgewässer, die es im gesamten Naturpark Schwalm-Nette gibt.
Typisch für den Niederrhein... die Wildgänse sind bereits in ihr Winterquartier zurückgekehrt.
Unser nächstes Ziel war das Infozentrum der Biologischen Station Krickenbecker Seen am Ufer des Hinsbecker Bruchs. Leider war das Zentrum geschlossen. Ab Oktober gibt es mehr Ruhetage im Zentrum.
Da wir uns aber mit unserem Rundgang und beim Sammeln von allerlei herbstlichem Deko-Material viel Zeit genommen hatten, wurde unsere Wanderung etwas abgekürzt. Wir haben den Damm zwischen den Seen Hinsbecker- und Gladbacher-Bruch genommen.
Ich wollte noch einen Blick auf das Schloss Krickenbeck erhaschen, denn das Schloss aus dem 13. Jahrhundert ist in Privatbesitz. Da aber noch das Laub auf den Bäumen und Sträuchern war, konnten wir leider vom Schloss wenig sehen.
Nach 3 Stunden Wanderung mit kleinen oder auch etwas größeren Pausen und einem Kofferraum voll Deko-Material aus der Natur ging es wieder heimwärts. Die steinzeitlichen Gene des Sammlers waren bei uns durchgekommen. 😂
Ein wunderschöner Nachmittag zum "Kopf frei bekommen" ging zu Ende.
Ich wünsche Euch einen wunderschönen Start in den Tag.
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