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Wie vor ein paar Tagen versprochen, nehme ich Euch mit in eine wunderschöne Stadt am Bodensee. Ich möchte mit Euch einen Spaziergang durch Konstanz machen.
Wir sind mit dem Schiff angereist und so wurden wir schon im Konstanzer Hafen durch die Imperia und das historische Konzilgebäude begrüßt.
In etwa 4 Minuten dreht sich die Imperia um die eigene Achse, die Kurtisane von Konstanz, wie sie auch genannt wird. Kennt Ihr die Geschichte der schönen Imperia?
"Die Darstellung der Imperia beruht auf einer frivolen Erzählung von Honoré de Balzac. Die schöne Imperia ist in seiner Erzählung sowohl Geliebte von Kardinälen als auch von Fürsten und Markgrafen während des Konstanzer Konzils. Dieses dauerte von 1414 bis 1418 und sollte die Konkurrenz dreier Päpste um das höchste kirchliche Amt beenden. Als neutraler Ort zur Klärung des Konflikts wurde Konstanz gewählt, wodurch es hier zur ersten und einzigen Papstwahl auf deutschem Boden kam. Etwa 6.000 Einwohner hatte Konstanz zu dieser Zeit und etwa 72.000 Gäste mussten für dieses Ereignis beherbergt werden - sicher auch eine große Anzahl an Prostituierten. So berichtete der Konstanzer Konzilschronist Ulrich Richental von Hurenhäusern und den Heimlichen."
Aber tauchen wir wieder ein in die Gegenwart. Vom Hafen sind wir gemütlich durch die wunderschöne Stadt geschlendert. Schöne alte Häuser schmücken die Straßen.
Im Gegensatz zu Friedrichshafen auf der anderen Seite des Bodensees wurde Konstanz, dank seiner Nähe zur Schweiz, im Krieg nicht zerstört. So sind die alten Gebäude erhalten geblieben.
Die Stadt war sehr voll. In der Saison sind natürlich viele Touristen unterwegs. Und wie wir festgestellt haben, lieben es die Schweizer, in Deutschland einkaufen zu gehen. Aber die vielen kleinen, feinen Geschäfte und Manufakturen laden auch dazu ein, einen Shoppingbummel zu machen.
Nach einer schönen Zeit in der Stadt, die Tüten voll mit Mitbringseln für die Daheimgebliebenen, ging es mit dem Schiff gemütlich wieder zurück ans Bayrische Bodenseeufer.
Vorbei ging es am Staatsweingut in Meersburg, das vor vielen Jahrhunderten einmal dem Konstanzer Bischof Konrad II. gehörte.
Ich liebe die Schifffahrten auf dem Bodensee sehr. Das sind für mich wahre Glücksmomente. Gemütlich am Ufer vorbeizufahren und die kleinen oder auch größeren Orte anzuschauen. Dabei kann man sich ein kühles Getränk oder einen Kaffee gönnen. Wie eine kleine Kreuzfahrt. Und nach schönen Stunden auf dem See legt das Schiff am Urlaubsort an und man hat wieder festen Boden unter den Füßen.
Eine weitere Schifffahrt haben wir dann zum Ende unseres Aufenthalts am Bodensee noch gemacht. Dazu aber demnächst mehr.
Nun wünsche ich Euch einen schönen Wochenteiler. Lasst es Euch gutgehen.
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